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 Geschichten aus 140 Jahren Eisenbahn

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BeitragThema: Geschichten aus 140 Jahren Eisenbahn   Fr 8 Jan 2016 - 19:57

Frank Döbert schrieb:
Eine neue Publikation erinnert an den Bau der Weimar-Geraer Bahn zwischen Jena und Großschwabhausen.

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Aus den Anfangsjahren der Bahn: Der West-Bahnhof mit Hotel in einer Lithografie von Max Hunger. Postkarte von 1886. Foto: Sammlung Frank Döbert

Jena/Großschwabhausen. Die Kontroversen um die Bahn­anbindung Jenas sind keine Erfindung der Neuzeit. Sie gab es schon seit der Erfindung der ersten Lokomotiven. Unweigerlich denkt man an heute, wenn man weiß, dass Weimar und Erfurt schon seit 1846/47 an die ersten Bahnlinien angeschlossen waren, sich aber für unseren Raum erst 1855 ein „Eisenbahn-Komitee“ gründete, das nicht weniger als 20 Jahre brauchte, um den Jenaern die weite Welt zu eröffnen. Die Eisenbahn wurde zum Reizwort nachdem jahrelang gestritten wurde, auf welchen Trassen nun die Weimar-Geraer Bahn die Stadt durchfahren und wo sie sich mit der Saalebahn kreuzen sollte.

Während anfangs noch gewitzelt wurde, die Eisenbahnbaugesellschaft würde indische Kriegselefanten anschaffen wollen, weil die Steigung durchs Mühltal auf die ­Höhe nach Großschwabhausen anders nicht zu bewältigen wäre, zeigte die Ingenieurkunst 1876, dass es doch ohne „Entwicklungshilfe“ aus Indien zu machen war. Nach endlosen Termin-Verschiebungen wurde am 29. Juni 1876 die Weimar-Geraer Bahn eröffnet, mithin wäre in diesem Jahr 140-jähriges Bestehen dieser Bahnlinie zu begehen. Doch schon ein Jahr später mussten die minderwertigen Gleise gegen bessere aus Stahl ausgetauscht werden, was Kosten in Höhe von Extra-600 000 Mark verursachte. Was es über die Strecke zwischen Jena und Großschwabhausen seither bis zur Neuzeit zu berichten gibt, das hat Wilfried Weise in Wort und Bild zusammengetragen.

Leben mit Raketen und Atomsprengköpfen

Der ehemalige in Großschwabhausen wohnende Zeissianer, der sich seit Jahrzehnten in der Urania-Sternwarte im Schillergässchen den Sternen und der Raumfahrt widmet, hatte sich aus Anlass des 1200-jährigen Bestehens seines Heimatortes der Eisenbahngeschichte zugewandt. Seine Recherchen sind jetzt in einem Sammelband unter dem Titel „Leben mit der Weimar-Geraer Eisenbahn. Das Beispiel Großschwabhausen“ nachzulesen.

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Wilfried Weise mit dem Band. Foto: Frank Döbert

Glich der Beginn des Eisenbahnzeitalters eher einem Hürdenlauf. erwies sich die Bahn doch bald für den industriellen Aufschwung Jenas als unerlässlich. Bis 1990 lief der Transport von Gütern hauptsächlich über die Schiene, bis 1997 der Güterverkehr eingestellt wurde. Für Großschwabhausen brachte die Bahn eine deutliche Vergrößerung der Einwohnerzahl mit sich. Handwerker und Bahnbeamte aus dem ganzen Reich siedelten sich an; Wilfried Weise weiß manche Begebenheiten zu berichten.

Im April 1945 kam der Krieg in den Ort. Nach dem Beschuss eines vermeintlichen Güterzuges, in dem sich aber 4500 KZ-Häftlinge aus Buchenwald befanden, durch US-Jagdflugzeuge wurden auch mitten im Ort Häftlinge von der SS erschossen. In der DDR-Zeit wurde in Abständen die große Halle des agrochemischen Zentrums am Bahnhof umfunktioniert, wenn durch die Sowjetarmee in streng geheimen Aktionen ­Raketen und teils Atomsprengköpfe verladen wurden. Heute hat der „Bahnhof“, nur noch aus einer offenen Wartehalle bestehend, seine Bedeutung verloren; Regionalzüge halten jedoch nach wie vor.

„Menschen unterwegs“. Betrachtungen zu Geschichte und Geschichten Schwerpunkt Thüringen. Herausgeber: Volkskundliche Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen, Erfurt 2015. ISBN 1619-5698.
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